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CoWashing: Vor- und Nachteile des Shampooverzichts

Nach der gehypten „Water Only“-Methode, bei der die Haare nur mit reinem Wasser gewaschen werden, rückt nun eine etwas sanftere Entwöhnung von der altbekannten Haarwaschprozedur in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Wer also nicht gänzlich auf Haarwaschprodukte verzichten will, wird sich an „CoWashing“ wesentlich besser gewöhnen als an Water Only, was anfänglich durchaus sehr befremdlich und für die Kopfhaut anstrengend wirken kann.

Was ist „CoWashing“ eigentlich?

„CoWashing“ ist eine Abkürzung für „Conditioner Washing“. Dabei wird gänzlich auf Shampoo verzichtet, die Haare werden rein mit Conditioner, also Spülung, gewaschen. Ursprünglich kommt diese Pflegeanleitung aus der Curly-Girl-Bewegung. Lockenköpfe haben von Natur aus mit krausen und trockeneren Haaren zu kämpfen als Glatthaarige. Häufig wirken Shampoos feuchtigkeitsentziehend, trocknen die Haare also zusätzlich aus. So entstehen bei Gelockten häufig unschöne Löwenmähnen mit „Frizz“, also wild herumfliegenden Haaren. Daher greifen viele mit Naturkrause rein zu pflegenden Produkten wie Spülung oder Kur und lassen Shampoo einfach weg. Durch Youtube und Beauty-Blogs wurde die Methode des Shampooverzichts aber immer populärer und „CoWashing“ zu einem kleinen Netz-Hype.

Warum ist „CoWashing“ bei Beauty-Bloggerinnen so beliebt?

Tatsächlich enthalten die meisten handelsüblichen Shampoos Sulfite und Tenside, um das Haar von Grund auf zu reinigen und zu säubern. Allerdings wirken diese Stoffe auch feuchtigkeitsraubend und greifen die Haarstruktur an. Häufiges Waschen trocknet die Haare dementsprechend aus und führt unter Umständen sogar zu Haarbruch. Der anschließende Gebrauch von Spülung ist daher zu einem normalen Schritt für die meisten Frauen geworden, die sich geschmeidiges Haar wünschen. Denn durch die pflegenden Inhaltsstoffe der Spülung wird der Schaden, den Shampoos häufig verursachen, wieder ausgeglichen. Um nun gänzlich auf schädigende Wirkungen zu verzichten, liegt der Schluss, das Shampoo einfach weg zu lassen und nur noch die Spülung zu benutzen, zugegeben sehr nahe. Chemisch gesehen ist die reinigende Kraft der Spülung nämlich nicht unbedingt wesentlich geringer als die des Shampoos. Sollen Tönungen oder Haarkreide aus den Haaren gewaschen werden, muss sich die Spülung dem Shampoo zwar geschlagen geben, aber für die herkömmliche Wäsche reicht die Reinigungskraft des Conditioners meist vollkommen aus. Dafür trocknet er weder Haare noch Kopfhaut aus.

Was sind die Vorteile des „CoWashings“?

Wer unter empfindlicher Kopfhaut und trockenen oder fettigen Haaren leidet, sollte sich überlegen, eine Weile auf Shampoo zu verzichten. Portrait smiling girl with luxuriant hair curling.Selbst Feuchtigkeitsshampoo kann zum Austrocknen von Haut und Haar führen. Zudem reizt es empfindliche Kopfhaut und kann sogar Schuppen verursachen. Zwar will die Werbeindustrie dem Konsumenten vermitteln, er müsse täglich seine Haare waschen um sich „sauber“ zu fühlen, biologisch und chemisch gesehen ist dies aber kontraproduktiv. Weniger ist hier meist mehr. Trocknen Haar und Haut aus, fetten sie reichhaltig nach um den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen. Die Folge können also auch ein schnell fettender Ansatz und trockene Spitzen sein. Wer seinem Körper dann etwas Gutes tun möchte, sollte sein Pensum an Waschen auf drei Mal die Woche zurückfahren und erst einmal auf Shampoo verzichten.

Gibt es Nachteile am „CoWashing“?

Nicht jede Kopfhaut reagiert positiv auf CoWashing. Unter Umständen kann es bis zu fünf Wochen dauern, bis sich der Körper an den Entzug des Shampoos gewöhnt hat. Shampoos sind nämlich so konzipiert, dass die Kopfhaut möglichst abhängig von ihrem Gebrauch wird. In den ersten Wochen des reinen CoWashings kann es zu unangenehmem Jucken, Schuppen oder sogar Ekzemen kommen. Dies ist allerdings nur sehr selten der Fall. Dennoch sollten Probanden die Reaktion ihrer Haare und ihrer Kopfhaut die erste Zeit über beobachten. Bei Problemen kann dann wieder zum Shampoo gegriffen werden.

Gibt es spezielle Spülungen für „CoWashing“?

Nein, prinzipiell kann jede Spülung für die Prozedur verwendet werden. Spülungen ohne Silikone und mit einem nicht allzu hohen Proteinanteil eignen sich allerdings besonders gut. Je nach Conditioner kann diese Methode aber auch ins Geld gehen, daher empfiehlt es sich, ein nicht allzu teures Produkt zu verwenden und die Haare auch nur drei Mal die Woche zu waschen.

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